Für die Herstellung von Seifen benötigt man verschiedene Fette. Dabei sprechen wir von sogenannten festen Fetten.
In den Kloster-Schul-Werkstätten wird ausschließlich Schaftalg verwendet welcher von den heimischen Landwirten geliefert wird. Man kann auch Palm- oder Kokosfett verwenden. Weiters benötigt man weiche Fette, welche in Form von Ölen aus der Region nach bestimmten Rezepturen beigefügt werden. Dabei handelt es sich um Raps-, Hanf-, Mohn- und Mariendistelöl. Natron und Wasser werden grammgenau angerichtet und in Behältern zur Lauge angerührt. Beim Wasser kommt in Schönbach noch eine Eigenart dazu. Normal müsste man destilliertes Wasser verwenden, da wir in Schönbach aber ein sehr weiches Wasser haben, ist die Verwendung des Trinkwassers möglich.
Wenn die Lauge verrührt ist, entsteht eine chemische Reaktion, welche sich in Eigenerhitzung der Flüssigkeit widerspiegelt. Als nächstes erfolgt das Anrühren der Seifenmasse, wobei man hier von Kleinmengen spricht. Das Verrühren erfolgt mit einem herkömmlichen Mixstab. Die Masse gleicht einem Pudding.
Zum Abschluss muss die Seife noch abgefettet werden. Dazu verwenden wir Mohnöl, wo auch die Farbstoffe, Duftöle und andere Zutaten enthalten sind. Nun kommt die Masse in vorbereitete Silikonformen. Im Anschluss werden die gefüllten Formen auf einer Anrichte für 24 Stunden in Decken eingehüllt. Die Seife muss nun rasten. Am nächsten Tag werden die Seifen aus den Formen genommen und auf Gitternetzen aufgelegt. Seife ist wie Käse – sie muss reifen. Dieser Prozess dauert 6 Wochen. Würden Sie die Seife gleich verwenden, wäre diese noch zu scharf und dies würde eine Verätzung der Haut bedeuten.
Weiters produziert die Kloster-Schul-Werkstätten exklusiv für andere Ausflugsziele Seifen, die Sie nicht im Shop finden werden.
Zum Beispiel Hopfenseifen für Zwettler Bier oder Rosenseifen für die Gärtnerei Fries in Krems.
Sie können eigens angefertigte Seifen für ihre Firma oder Vereine dort produzieren lassen.

